Kinderparadies

Das Kinderparadies ist ein teilstationäres Projekt der Sozialpädagogischen Familienhilfe und befindet sich im Stadtgebiet von Freital-Potschappel.
Bereits seit 2001 werden durch das Kinderparadies Familien mit ihren Kindern betreut, beraten und begleitet.

Einrichtung

In einem Mietshaus über drei Etagen stehen den Kindern und Familien verschiedene Funktionsräume zur Verfügung (Bauzimmer, Rollenspielzimmer, Hausaufgabenzimmer, Mehrzweckzimmer, Ruheraum, Kreativzimmer, Medienzimmer, Toberaum, Experimentierzimmer, zwei Küchen und ein großer Speise- und Gemeinschaftsraum, ein Spielzimmer für die Kleinen). Zum Mietshaus gehört auch ein kleines Außengelände mit Spielplatz.

Angebote

Angebote im Kinderparadies:

  • Familienentlastung durch Betreuungsangebote für die Kinder (Di bis Frei nach der Schule bis 17:00 Uhr, Krippen- und Kindergartenkinder sind „Mittagskinder“)
  • "Familienstunden" je nach Bedarf als Einzel-, Geschwister- oder Familienförderung
  • Einzelförderung für Kinder (schulisch, sozial-emotional, allgemeinbildend)
  • Lebenspraktische Angebote für Kinder (z.B. Kochen, Hauswirtschaft, Handwerken…)
  • soziale Gruppenarbeit/ soziales Kompetenztraining für Kinder
  • Feriengestaltung für Schulkinder mit Projektcharakter
  • eine Woche Sommerferienfahrt mit Schulkindern
  • thematische Elternangebote (Elternfrühstück, Sport & Spiel, Kreativ, Kochen/Backen und aktuelle Themen zur Erziehung)


Angebote in den Familien:

  • Individuelle Absprache mit Eltern zur Planung der Woche (immer montags in den Familien)
  • Erziehungs- und Alltagsberatung
  • Unterstützung bei der Verbesserung der Lebenssituation
  • familienfördernde Angebote (z.B. Elternrat, Familienrat, Familientraining, Spiel-und Bastelnachmittage u. ä.)
  • Unterstützung bei der Einhaltung der Gesundheitsfürsorge
  • Unterstützung beim Umgang mit Ämtern und Behörden
  • Unterstützung/ Begleitung in der Zusammenarbeit mit Kindereinrichtungen, Schulen, SPZ, Therapeuten usw.


Netzwerke:

  • Zusammenarbeit mit vereinsinternen Netzwerkpartnern wie z.B. Bunte Villa Kids & Co, Treffpunkt „Oppelschacht“, Kinder- und Jugendwohnhaus, Ambulante Hilfen
  • je nach Bedarf der Familien erfolgt eine Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen und Institutionen wie z.B. Kindergärten, Schulen, Horte, Familienberatungsstelle der Diakonie, Kinderärzte, Zahnärzte, Therapeuten, SPZ, Frühförderstelle, Betreuungsverein Freital u.a.
  • seit 2009 besteht eine Partnerschaft mit Geschäftsleuten aus Freital Deuben, sowie mit Privatpersonen aus Freital (Weihnachtsüberraschungen)
  • seit 2011 beteiligen sich Privatpersonen an der Finanzierung unserer Sommerferienfahrt
     

Zielgruppe

  • Familien, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, einen erhöhten Hilfebedarf haben und allein nicht in der Lage sind, diese Probleme zu lösen
  • Familien, die bereit sind Hilfe anzunehmen und Kooperationsbereitschaft zeigen

Ziele

  • Vermeidung von Kindeswohlgefährdung
  • bestehen grundsätzlich in der Hilfe zur Selbsthilfe in verschiedenen Bereichen des Alltagslebens
  • Erziehungsfähigkeit der Eltern erhalten, stabilisieren und stärken
  • Soziale Kompetenzen bei Eltern und Kindern entwickeln, fördern und stärken
  • Stärkung des Selbstwertgefühls und der Konfliktfähigkeit der Familien / Kinder
  • Ressourcen im Familiensystem erschließen: Stärken fördern, Schwächen überwinden
  • Fähigkeit entwickeln eigene Lösungswege und Handlungsstrategien zu finden
  • Gegenwärtiges Leben nacherleben, verstehen, aufarbeiten, verändern (nach A .Krenz)
     

Teamkompetenzen

  • Sozialarbeiter
  • staatlich anerkannte Erzieherinnen mit zum Teil langjähriger Berufserfahrung
  • Zusatzqualifikationen: Heilerziehungspflegerin, Systemische Familienberatung, Heilpädagogin
  • technische Mitarbeiter

Handlungsgrundlage

  • SGB VIII §31 (§27 §29 §30 §36)
  • BKiSchG

Arbeitsansatz

Wichtigstes Kriterium in der Arbeit mit den Eltern ist das Wohl der Kinder und die Umsetzung des Schutzauftrages gemäß § 8a SGB VIII.
Akzeptanz, Toleranz und Respekt gegenüber den Familien.
Leitfaden in unserer Arbeit ist der „Situationsorientierte Ansatz“ nach Armin Krenz und die systemische Sichtweise auf die Familien.
Orientierung an den Ressourcen der Familie und Hilfe zur Selbsthilfe.
Motivation der Eltern und Kinder für kreative Veränderungen in der Familie, für die Nutzung von Fremdhilfe und für die Zusammenarbeit mit anderen Erziehungsträgern, Beratung und Unterstützung der Familien in diesem Prozess.

Zuweisende Stellen

Die Antragstellung erfolgt grundsätzlich beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Jugendamtes .